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Die gängigsten Darlehensarten kurz erläutert

Annuitätendarlehen Sie müssen neben der Zinshöhe auf die Tilgungsart und die Tilgungshöhe achten. Denn Ihre Belastung, die Annuität, setzt sich aus Zins und Tilgung zusammen - sie bleibt immer gleich hoch. Der Grund: Die geleistete Tilgung senkt Ihre Zinsaufwendungen
 
Vorteile gleich bleibende Belastung aus Zins und Tilgung, Sondertilgungen möglich, schnelle Entschuldung.
Nachteile wenig flexibel, wenn Unvorhergesehenes passiert
Fazit Darlehensform ist vorwiegend für den Eigennutzer geeignet
   
Ratentilgungsdarlehen Der Schwerpunkt liegt bei der Rückzahlung auf der Tilgung. Der Kreditnehmer zahlt festgelegte Tilgungsraten, dadurch sinkt aber die Zinsbelastung von Jahr zu Jahr. Im Endeffekt werden bei dieser Darlehensart weniger Zinsen bezahlt, dafür ist die finanzielle Anfangsbelastung deutlich höher als beim Annuitätendarlehen.
 
Vorteile Der finanzielle Aufwand nimmt im Laufe der Zeit ab, Finanzierung ist insgesamt geringer
Nachteile Hohe Anfangsbelastung
Fazit geeignet für Eigennutzer, die nicht auf jeden Cent schauen müssen
   
Darlehen mit ausgesetzter Tilgung Diese Darlehensart vermeidet zum Beginn der Finanzierung zu hohe Belastungen für den Geldbeutel, dafür werden Sparraten für eine Kapitallebensversicherung oder einen Bausparvertrag nötig. Die Banken verlangen diese als Sicherheiten. Mein Tipp: Wer als Eigentümer später große Summen erbt, will dann schnell von den Schulden für das Haus wegkommen. Doch dazu müssen bei Bankkrediten meist vorher mit der Hausbank Konditionen über eine Sondertilgung vereinbart worden sein - achten Sie darauf! Sonst können Sie nämlich nichts zusätzlich abzahlen, denn die Bank will ja Zinsen von Ihnen kassieren. Vereinbaren Sie also mit Ihrer Bank, wie Sie Ihren Kredit möglichst flexibel tilgen.
 
Vorteile Keine hohen Belastungen zum Finanzierungsbeginn
Nachteile Entschuldung dauert länger, Banken verlangen Kapitallebensversicherung als Sicherheit, für die Prämien gezahlt werden müssen.
Fazit eher geeignet für Vermieter
   
Das Bauspardarlehen / Der Bausparvertrag Beliebt bei Hauskäufern und bei Modernisierern: die Bausparverträge. Sie sparen monatlich einen Sparbetrag an und wissen schon beim Vertragsabschluss, welche Konditionen Ihr späterer Kredit haben wird. Sind die Zinsen - so wie jetzt - recht günstig, dann sichern Sie sich diesen Vorteil schon heute für die nächsten Jahre. Voraussetzung: Sie haben den Bausparvertrag bereits einige Zeit vor Finanzierungsbeginn abgeschlossen und schön regelmäßig eingezahlt.
 
Vorteile Planungssicher, weil feste Kreditzinsen, Schnelle Entschuldung, meist flexibel in der Rückzahlungsgestaltung
Nachteile Hohe Tilgungsraten
   
Versicherungs-Darlehen Der Zinssatz kann um 0,25 Prozentpunkte niedriger sein. Dabei wird ein Festdarlehen vereinbart, das zwar monatlich verzinst wird, das aber erst am Ende der Laufzeit in einem Betrag getilgt wird. Zu diesem Zweck schließt der Kreditnehmer eine Kapitallebensversicherung ab. Außerdem ist die Beleihungsgrenze für diese Art der Kreditnahme sehr niedrig. Das führt dazu, dass Zusatzfinanzierungen aufgenommen werden müssen. Für einen Selbstnutzer ist ein Versicherungsdarlehen wegen vieler nicht kalkulierbarer Risiken nicht zu empfehlen. Für einen Kapitalanleger mit gutem Gehalt und Spitzensteuersatz ist das endfällige Darlehen eine ideale Finanzierungsform, weil er die Zinsen als "Werbungskosten" von der Steuer absetzen kann.
 
Vorteile Der Kredit wird erst am Ende der Laufzeit getilgt Konstant hohe Zinsbelastung senkt die Steuerlast.
Nachteile Die / Der Kreditnehmer muss das Kapital zur Tilgung ansparen.
Fazit Diese Darlehensform eignet sich vornehmend für Kapitalanleger
   
 
 


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